Preisindex- und Kaufkraft-Szenario

Modellieren Sie, wie eine konstante jährliche Preisänderung einen allgemeinen Preisindex, die heutige Kaufkraft eines festen Nominalbetrags und den nötigen Ausgleichsbetrag verändert.

Fester Nominalbetrag und Basis für den Ausgleichsbetrag.

Positive Rate = Inflation, negative Rate = Deflation im Szenario.

Szenariobasis bestätigen

Was das Preisindex-Szenario berechnet

Von einer Jahresrate zum Preisindex

Der Startindex wird auf 100 gesetzt. Bei einer konstanten jährlichen Preisänderung p und n vollen Jahren gilt: Preisindex Ende = 100 × (1 + p)n. Die kumulierte Preisänderung ist Preisindex Ende ÷ 100 − 1.

Kaufkraft und nominalen Ausgleich trennen

Die heutige Kaufkraft eines künftig unveränderten Nominalbetrags A lautet A ÷ (1 + p)n. Der Nominalbetrag, der unter derselben Annahme die heutige Kaufkraft ausgleicht, lautet umgekehrt A × (1 + p)n. Diese beiden Größen sind keine Kontostand- oder Anlageprognosen.

Bei 1.000 EUR, 2 % konstanter jährlicher Preissteigerung und 20 Jahren steigt der Modellindex auf 148,5947. Der feste Betrag hat dann 672,97 EUR heutige Kaufkraft; für den rechnerischen Kaufkrafterhalt wären 1.485,95 EUR nominal nötig.

Exakte Halbwertszeit statt 72er-Näherung

Für eine positive konstante Rate berechnet der Rechner die Kaufkraft-Halbwertszeit mit ln(2) ÷ ln(1 + p). Bei 2 % sind das 35,0028 Jahre. Die 72er-Regel ergäbe 36 Jahre und bleibt deshalb nur eine grobe Kopfrechenhilfe, nicht das Ergebnis dieses Rechners.

Allgemeiner Index ist kein persönlicher Warenkorb

Das Statistische Bundesamt beschreibt den Verbraucherpreisindex als Maß der durchschnittlichen Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Die Güterarten werden mit durchschnittlichen Ausgabenanteilen gewichtet. Das Szenario ahmt nur die Indexarithmetik nach und lädt keine tatsächliche Zeitreihe.

Die amtliche Destatis-Formel setzt die Kaufkraftänderung aus altem und neuem Indexstand ins Verhältnis; ein indexangepasster Geldbetrag verwendet dagegen neuer Indexstand ÷ alter Indexstand. Das entspricht den beiden gegenläufigen Größen im Rechner. Das mittelfristige 2-%-Ziel der EZB ist ein geldpolitisches Ziel und keine Garantie, aktuelle Messung oder Eingabeempfehlung für dieses Szenario.

Amtliche Quellen

Häufig gestellte Fragen

Welche Rate gehört in den Rechner?
Eine bewusst gewählte konstante jährliche Veränderung eines allgemeinen Preisindex. Der Wert ist eine Szenarioannahme, keine automatisch aktuelle Inflationsrate und keine Prognose. Für historische Berechnungen sollten stattdessen tatsächliche Indexstände verwendet werden.
Was bedeutet Kaufkraft in heutigen Euro?
Der Rechner fragt, welche heutige Gütermenge ein künftig unveränderter nominaler Betrag unter dem modellierten Preisindex noch kaufen könnte. Er teilt den Betrag durch den kumulierten Preisfaktor. Das ist keine Aussage über Anlageertrag, Einkommen oder Kontostand.
Kann der Rechner auch Deflation darstellen?
Ja. Eine negative Preisänderungsrate oberhalb von −100 % senkt den modellierten Preisindex und erhöht dadurch die Kaufkraft eines unveränderten nominalen Betrags. Bei null oder negativen Raten gibt es in diesem Modell keine Kaufkraft-Halbwertszeit.
Wie wird die Halbwertszeit berechnet?
Exakt mit ln(2) ÷ ln(1 + Preisänderungsrate). Die bekannte 72er-Regel ist nur eine Näherung. Bei 2 % ergibt die exakte Formel rund 35,0028 Jahre; 72 ÷ 2 würde pauschal 36 Jahre liefern.
Entspricht der allgemeine Preisindex meiner persönlichen Inflation?
Nicht zwingend. Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts bildet die durchschnittliche Preisentwicklung eines gewichteten Warenkorbs privater Haushalte ab. Eine individuelle Ausgabenstruktur kann sich anders entwickeln.

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Stand 14.07.2026. Allgemeines Preisindex-Szenario für bestätigte Eingaben; keine Prognose, Anlage-, Vertrags- oder Finanzberatung.